Page 232 - SUNNYGUIDE MALLORCA No1 – DAS NEUE INTERAKTIVE SERVICE-MAGAZIN FÜR IHREN URLAUB
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Nach unberührten Landschaften führt die Stre- cke nun nach Cala Figuera. Der Ort liegt an einer zweiteiligen, fjordartigen Bucht ohne Strand und ist ein Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch. Eini- ge Häuser liegen direkt am Wasser, andere auf den umliegenden Felsen. Die Fischer lassen sich von niemandem stören. Entspannt sitzen sie vor urigen Bootsschuppen und flicken ihre Netze oder fachsimpeln über die Fänge des Tages. Die sogenannte Feigenbucht wirkt komplett unbe- rührt von fortschrittlichen Zeiten und verströmt mallorquinische Lebensart.
Weiter auf dem Weg nach Es Trenc und vorbei an einem idyllischen Dorf sind sie schon von Weitem zu sehen: Die Gletscher von Ses Salines. Dass es sich hierbei nicht um eine aus Schnee hervor- gegangene Eismasse handelt, dürfte natürlich aufgrund des milden Klimas im Mittelmeer nie- manden überraschen. Dennoch erscheinen die aufgeschichteten weißen Berge aus Salz so un- erwartet im Landschaftsbild, dass der Phantasie schon mal ein Streich gespielt werden kann.
Dafür wird es in Es Trenc wirklich karibisch. Puder- zuckersand, zartgrüne Dünen und türkisfarbenes Wasser entführen beinahe an die Montego Bay Jamaikas. Tauchfreunde sollten unbedingt ihre Ausrüstung dabei haben. Das Wasser ist selbst in der Tiefe noch kristallklar.
Die schöne Promenade des ruhigen Urlaubsorts Colònia Sant Jordi ist die vorletzte Station der Tour. Viele Urlauber aus der Schweiz genießen hier die Stille des Südens und lassen den Abend relaxt in einem der netten Restaurants am Strand ausklingen oder bummeln die Hafenmeile ent- lang.
Nach dem kleinen Abstecher in den Lieblingsort der Schweizer führt die Route jetzt ins Ziel: Die Cala Santanyí besticht durch die bizarre Kliffküs-
te mit den schroff abfallenden Kalkfelsen und dem 75 Meter breiten Sandstrand. Das wirkliche Highlight aber ist die aus dem Wasser herausra- gende Natursteinbrücke Es Pontas. Das surreal anmutende Naturgebilde bietet Hobbyfotogra- fen und Naturliebhabern ein spektakuläres Motiv.
Dieser Schnappschuss darf im Fotoalbum keines- falls fehlen. Er unterstreicht die vielfältigen Wel- ten der malerischen Mittelmeerinsel.
Abstecher in den Osten und sein Hinterland – Weiterfahrt nach Felanitx:
Nach mitreißender mallorquinischer Lebenslust und Fröhlichkeit ruft der Berg. Die Serpentinen- straße hinauf zum Kloster Sant Salvador ist nach nur wenigen Minuten Fahrt – Richtung Porto- colom – erreicht. Allein die Auffahrt ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich, denn viele beeindru- ckende Aussichtspunkte, eine bezaubernde klei- ne Kapelle und das Christkönigmonument aus dem Jahre 1934 säumen den Weg.
Auf dem Gipfel des Puig Sant Salvador angekom- men, raubt die Aussicht erst einmal den Atem. Der Panoramablick über die Insel ist so fesselnd, dass die prunkvolle Klosterkirche inmitten der sonst eher dezent wirkenden Anlage für einen Moment zur Nebensache wird, aber eben nur für einen Moment! Vielleicht gerät der ein oder an- dere Besucher auf dem 509 Meter hohen Berg in Versuchung, den Duft der großen, weiten Welt schnuppern zu wollen. Perfekt! Es geht nämlich weiter nach Portocolom.
Nun stellt sich jedoch die Frage, was ein Hafen- städtchen im Südosten Mallorcas mit dem Rest der Welt zu tun haben soll. Man höre und staune, allerhand! So hat es einen Sohn des Ortes schon im 15. Jahrhundert auf die Weltmeere hinausge-
Bild oben: Cala Figuera
Bild links unten: Porto Cristo
Bild rechts unten: Santanyí © Klaus Siepmann


































































































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