Page 255 - SUNNYGUIDE MALLORCA No1 – DAS NEUE INTERAKTIVE SERVICE-MAGAZIN FÜR IHREN URLAUB
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Heute zählt die Gemeinde über 40.000 Ein- wohner, die sich auf die zugehörigen Ortschaften und Siedlungen Porto Cristo, s’Illot, Cala Magrana, Cala Anguila, Cala Mendia, s’Estany d’en Mas, Cales de Mallorca, Cala Murada sowie Son Macià und Son Negre verteilt. Manacor präsentiert sich über- aus städtisch, eine echte Altstadt besteht lediglich rund um die Kirche und in einigen, angrenzenden Gassen. Aber Manacor ist nicht nur Kultur-, Han- dels- und Industriezentrum der Insel. Die Küsten- landschaft bilden Buchten, weiße Sandstrände und kristallklares Wasser. Während im Landesin- neren vor allem der ländliche Tourismus domi- niert, findet man ein breites Hotelangebot an der Küste. Das Angebot an Wassersport- und Freizeit-
aktivitäten ist enorm: Schiffsausflüge, Kanufahrten und Kajaktouren zur Erkundung der umliegenden Calas oder Höhlentauchen – um nur einige zu nen- nen. Berühmt wurde Manacor jedoch auch durch seine grossartigen Sportler zu Land, der bekann- teste ist wohl ohne Zweifel Tennisspieler Rafael Nadal.
Am besten jedoch lernt man Manacor durch seine Gastronomie und lokalen Produkte kennen. Hier werden Olivenöl und Wein angebaut, Marmelade hergestellt, die traditionelle Feinbäckerei gepflegt und ökologische Produkte erzeugt.
Der Ort Manacor besitzt eine Eisenbahnanbind- ung an die Hauptstadt Palma, sie wurde 1879 eröff- net, führte allerdings zunächst bis Inca. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Möbelpro- duktion, Ende des 19. Jahrhunderts entstand dann eine der bekanntesten Manufakturen für Kunst- perlen. Geprägt wurde die städtische Entwicklung Manacors vor allem durch das Dominikaner- kloster Sant Vicenç Ferrer (gegründet 1576) sowie das Mühlenviertel Fartàritx. Der Tourismus setzte in Manacor in den 1960er Jahren ein.
SEHENSWÜRDIGKEITEN
Museu d’Història de Manacor
www.museudemanacor.com
Das Historische Museum von Manacor im “Torre dels Enagistes“, ein Profanbau aus dem 14. Jahrhundert, zeigt eine Ausstellung zur Archäologie und Völkerkunde. Das bekannteste Stück ist eine Grabmosaik der Balèria (Basilika von Son Peretó, eine Kirche aus spätantik-frühmittelalterlicher Zeit an der Landstraße von Palma nach Artà) und eine Schau mit Miniaturmöbeln. Zu bewundern ist auch Graffiti aus dem 15. bis zum 18. Jahrhundert.
Prähistorisches Dorf von S’Hospitalet Vell
Eine archäologische Ausgrabungsstätte aus dem Vortaialotikum und der Talaiot-Kultur.
Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors
Die Kirche wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im neogo- tischen Historizismus-Stil gebaut.
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